Rund um die Uhr
Viele Studios arbeiten inzwischen mit einem reduzierten Angebot und wenig menschlichem Kontakt. Du gibst jederzeit deinen Code ins automatische Zugangssystem ein und trainierst. Du kannst dich sogar online anmelden und die Einführung virtuell absolvieren, ohne einem Trainer zu begegnen. Das hat klare Vorteile: Viele arbeiten lange, und Technik statt persönlicher Interaktion ist bequem. Mit fortschreitender KI können Anbieter mehr dafür tun, dass Kunden ihre Fitnessziele verfolgen. Aber was ist mit dem freundlichen Winken eines Trainers auf dem Weg zur Butterfly-Maschine oder dem lockeren Gespräch mit dem Personal Trainer während einer anstrengenden Einheit? Oft ist gerade der menschliche Kontakt entscheidend dafür, dass Mitglieder bleiben.
Einfacher Zugang zu Informationen
Du weißt nicht, wie ein perfekter Liegestütz geht, oder hast vergessen, wie viel Gewicht du zuletzt gedrückt hast? Kein Problem: KI merkt sich alles und stimmt ihre Hinweise auf dich ab. Du musst nicht mehr im Studio nach jemandem suchen, der dir eine Übung erklärt. Das ist ein klarer Vorteil künstlicher Intelligenz für die Fitnessbranche und für viele eine willkommene Ergänzung ihres Trainings. Manche lernen jedoch am besten durch eine direkte Vorführung und werden sich mit KI-Lernen nie anfreunden. Und so leicht Informationen zugänglich sind, so leicht kann man die Technik auch ausschalten und sich zurückziehen.
Natürliche Gespräche
Mit der Weiterentwicklung von KI in der Fitnessbranche wird erwartet, dass sie natürliche Gespräche mit einem Personal Trainer nachahmen kann. Dabei könnte sie Kontext wie das Wetter – Kälte bedeutet beispielsweise längeres Aufwärmen – und persönliche Informationen berücksichtigen. Du könntest dem virtuellen Trainer erzählen, was du gegessen und ob du außerhalb der üblichen Einheiten trainiert hast. Daraus ließen sich individuelle Hinweise ableiten. Das ist nützlich, doch wir dürfen nicht vergessen, dass Menschen Beziehungen zu Menschen aufbauen. Kleine Gespräche über scheinbar Unwichtiges schaffen Bindungen. So natürlich KI auch werden mag, die Nähe menschlicher Begegnungen wird sie nur schwer nachbilden können.
Motivation
Jeder Studiomanager kennt die größte Herausforderung: Mitglieder kündigen. Vielleicht wechseln sie das Studio, vielleicht widmen sie sich aber auch wieder stärker dem Sofa. Damit Kunden weitertrainieren, muss ihre Motivation erhalten bleiben. Mit zunehmender KI-Entwicklung werden neue Lösungen entstehen, beispielsweise Ergebnisverfolgung, die sofort aktualisiert und dem aktuellen Fitnessstand angepasst wird. Vielleicht kannst du sogar virtuelle Kurse deines Trainers im Konferenzraum bei der Arbeit oder im Urlaub auf den Malediven besuchen! Wer persönliches Einzeltraining erlebt hat, weiß jedoch: Nichts motiviert so sehr wie ein echter Mensch vor Ort, der sich ganz auf deine Fitnessziele konzentriert und dir zur Bestleistung verhilft.
KI bietet der Fitnessbranche echte und spannende Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig funktioniert sie nicht für alle Menschen in jeder Situation. Manche schätzen die Selbstständigkeit und Kontrolle, andere wünschen sich weiterhin menschlichen Kontakt. Fitnessunternehmen sollten überlegen, wie sie KI so einsetzen, dass sie ihr Angebot verbessert. Sie müssen aber auch die Nachteile berücksichtigen. Trainer vollständig durch KI zu ersetzen könnte das Kundenerlebnis erheblich verschlechtern.