1) Es beansprucht mehr Muskeln
Der wahrscheinlich wichtigste Grund ist, dass Rudern mehr Muskeln beansprucht – laut Geräteherstellern bis zu 84 Prozent. Dafür muss die Technik stimmen: Halte den Rücken gerade und ziehe den Griff zum Bauch. Richtig ausgeführt arbeiten Schultern, Bizeps, Unterarme, oberer Rücken und Latissimus. Dazu kommen Quadrizeps, hintere Oberschenkel und Gesäßmuskeln. Auch der Rumpf wird gefordert. Nicht schlecht für ein einziges Gerät!
2) Es ist vielseitig
Weshalb steht ein so wirksames Gerät auf unserer Trainingswunschliste oft weit unten? Vermutlich, weil wir uns auf den Sitz setzen, zehn Minuten im selben Tempo rudern und wieder absteigen. Kurz gesagt: Es ist langweilig. Das liegt eher an uns als am Gerät, denn es ist sehr anpassungsfähig. Du kannst intensive Intervalle machen, den Puls kurz auf ungefähr 80 Prozent des Maximums bringen und noch kürzer pausieren. Du kannst Rennen oder Sprints absolvieren oder klassisches Ausdauertraining machen.
3) Es ist gelenkschonend
Älterwerden hat Nachteile, unter anderem müssen Knie und Gelenke vor den Erschütterungen geschützt werden, die beim Laufen auf dem Laufband oder auf Beton entstehen. Für eine Aktivität, die beim Kalorienverbrauch mit Laufen mithält oder es sogar übertreffen kann, ist Rudern überraschend sanft zu den Gelenken und damit eine gute belastungsarme Alternative.
4) Es gibt jetzt Ruderkurse
Nach Spinning- und Kletterkursen gibt es nun auch Ruderkurse. Gruppentraining hat große Vorteile. Vor allem kannst du dich nicht einfach vor der Anstrengung drücken und stattdessen einen Latte im Café trinken – jedenfalls nicht ohne die missbilligenden Blicke von 15 Teilnehmenden und dem Trainer! Ein Kurs kann deine Einstellung zum Rudern verändern, deine Technik verbessern und dir neue Ideen für interessante Einheiten im Studio geben.
5) Es verbrennt effizient Fett
Seien wir ehrlich: Richtiges Rudern mit vollem Einsatz bringt dich ordentlich außer Atem. Genau das soll sich beim Fettabbau auszahlen. Du hältst den Griff, stabilisierst den Rumpf, drückst mit den Beinen und beschleunigst durch die Bewegung. Dabei steigt die Herzfrequenz. Dieser Anstieg erzeugt die nötige Sauerstoffschuld, die dein Körper dem Text zufolge durch Fettverbrennung ausgleicht, selbst wenn die Einheit schon beendet ist.
6) Es geht auch draußen
Studios sind großartig, um bei jedem Wetter zu trainieren. Wenn dich aber das Ruderfieber gepackt hat, kannst du deine Fähigkeiten auch auf dem Wasser einsetzen. Wind und Wetter fordern zusätzlich, und gemeinsam mit anderen Ruderfans kannst du die Technik verfeinern. Unter www.britishrowing.org findest du einen Ruderverein in deiner Nähe und kannst losrudern.